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Suizid ist nicht die Lösung!

Hayho Also, ich fange mal an. Ich versuche mal regelmäßig zu posten, kann nur nichts versprechen.. ich werde nicht allzu viel über meine Lebensgeschichte schreiben, vielmehr an euch appellieren und mit "Beispielen" dienen. Erstes Thema also... Naja, ihr seht es am Titel, vermute ich... Viele, derzeit vor allem viele junge Leute, reden über den Suizid, als sei er ein Freund. Als wäre er, welch Ironie, zum Überleben wichtig. Ich war auch so. Ich bin es teilweise jetzt noch, aber ich versuche mich davon zu distanzieren, gegen meine Gedanken zu kämpfen. Seit ich 11 bin rede und denke ich von und an den Suizid. Mit 11 geht das noch nicht? Leider doch. Ich denke nicht geplant, kontrolliert, gewollt, ich sehe eher Bilder, wie ich sterbe. Nicht zu steuern und os deutlich, dass ich es nicht mehr ausgehalten habe. Angefangen hat es mit 7. Aber vielleicht erstmal ein wenig von mir. Ich bin als viertes Kind geboren. Drei ältere Geschwister, zwei brüder und eine Schwester. Ein Vater, der 12 Stunden gearbeitet und 12 geschlafen hat und eine Mutter, die trinkt. EIne große Schwester, die der perfekte Mensch für meine Mutter ist, ein Bruder, der mit 16 ausgezogen ist, und ein anderer, der mit mir den Sündenbock spielen durfte. Und teilweise noch darf. Es kam nicht seelten vor, dass meine Mutter ausgerastet ist, es kam nicht selten vor, dass wir mal geschlagen wurden, genauso selten war es, dass Schuhe und Bücher auf uns geworfen wurden. Aber ein Fall, der war einzigartig. Eigentlich mehrere, aber auf mich beozogen einer. Sowohl meine Schwetser als auch ich waren Reiter. Sie hatte eine Reitstunde vor mir, das heißt, sie war eine Stunde vorher aus dem Haus. Dann war mein der größte Bruder nicht mehr im Haus, nur mein anderer Bruder und ich, beide Sündenböcke, auf einem Haufen. Wir haben beide die Fähigkeit gehabt nie aufzuräumen, und meine Mutter hat die Fähigkeit dann auszurasten. Sehr gerne und oft. An dem Tag hatten wir beide auch wieder nicht aufgeräumt, das Zimmer sah aus wie sonst was, zugegeben, dass man dann ein wenig eskalieren kann. Meine Mutter kam die Treppe hoch;allein das war ein Geräusch, dass uns dazu motiviert hat so zu tun als würden wir aufräumen;ich stand dann vor meiner Mutter in voller Reitmontur- Reithose, reitstiefel und Helm. Meine Mutter rastete aus, wie es denn aussieht, so gehe ich nirgendwo hin, das kann doch alles nicht angehen. Ich habe nur gesagt, dass ich gerne reiten würde, das war schon zu viel. Meine Mutter hockte sich hin, packte mich an den Beinen, drehte mich auf den Kopf und ließ mich fallen- PTBS willkommen. PTBS =posttraumatische Belastungsstörung.
Eine Posttraumatische Belastungsstörung (Abkürzung PTBS; englisch posttraumatic stress disorder, Abk. PTSD) ist eine psychische Erkrankung (ICD10: F43.1). Einer PTBS gehen definitionsgemäß ein oder mehrere belastende Ereignisse von außergewöhnlichem Umfang oder katastrophalem Ausmaß (psycvhisches Trauma) voran. Dabei muss die Bedrohung nicht unbedingt die eigene Person betreffen, sondern sie kann auch bei anderen erlebt werden (z. B. wer Zeuge eines schweren Unfalls oder einer Gewalttat wird). Die PTBS tritt in der Regel innerhalb eines halben Jahres nach dem traumatischen Ereignis auf und geht mit unterschiedlichen psychischen und psychosomatischen Symptomen einher. Häufig kommt es zum Gefühl von Hilflosigkeit und durch das traumatische Erleben zu einer Erschütterung des Ich- und Weltverständnisses. (Auszug aus wikipedia)

Seitdem habe ich ständig Bilder von diesem Vorfall. Mit 7 hatte ich das erste Mal Bilder von meinem eigenen Tod. Ich saß im Auto, habe mich ausschnallen sehen, links aus dem Auto springen sehen, direkt vor ein LKW. Eine zeitlang war das der einzige "Film", den ich hatte. Irgendwann kamen andere Varianten dazu, erst die üblichen Freitodmethoden wie Zug, Brücke und Hochhaus. Dann wurden sie immer spezieller, immer detaillierter. Und haben mich kontrolliert. Ich habe mich einige Male auf Gleisen wiedergefunden, wurde von Menschen weggezerrt und bin gerannt, bevor mich jemand gefunden hat. Ich habe mich Tabletten nehmen sehen. Und habe im Dezember 2015 das erste Mal die Kontrolle verloren. Ungewollt, ungeplant und zum Glück ohne Erfolg. Überdosis Medikamente, Wirkstoff Ibuprofen. Weitere Misserfolge folgten, im Oktober 2016 ein ungeplanter Fast-Erfolg. Überdosis Medikamente, Wirkstoff Citalopram. 5 Stunden nach Einnahme Ankunft in der Klinik, Symptome: Herzattacken, Herzrasen, Atemnot, Bewusstlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen. Behandlung: 3 Tage intensiv, 5 Wochen psychiatrische Behandlung. Ich hatte allerdings ein gutes Erlebnis. Mein Halbbruder, den ich 5 Jahre nicht gesehen habe, kam mich besuchen. Zum ersten mal. Seither stehe ich mit ihm in engem Kontakt. Ich bin arbeitslos, bin von zu Hause abgehauen, über mehrere Monate von zu Hause weg gewesen, habe mehrere Dinge hinter mir. Aber ich lebe. ich habe eine Ausbildungsstelle gefunden, habe einen perfekten Freund, ziehe zu meinem großen Bruder, bin mit meinen Geschwistern näher zusammen gewachsen als sonst zuvor. Nein, Freunde habe ich keine wirklichen, aber ich bin glücklich. Ich werde und will mein Leben auf die Reihe bekommen, und das werdet ihr auch! Ihr werdet über eure Probleme hinwegsehen lernen, ihr werdet bekommen, was ihr euch von Herzen wünscht, wenn ihr nur darum kämpft! Leute, der Tod ist das Ende eures Lebens, aber damit verschwendet ihr eine Menge Zeit, die wunderbar werden könnte. Kämpft, ihr könnt nur gewinnen!

 

~Wer kämpft kann gewinnen, wer nicht kämpft hat schon veloren~

LivingForever am 29.12.16 20:20

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